Sefinenfurka

Sefinenfurka 31. Juli bis 01. August 2015

Trotzdem der Wetterbericht für Samstag Regen gemeldet hat, entscheidet Hanny die angesagte Tour durch zu führen. Mit drei Autos fahren Hanny, Lisbeth, Peter, Vali; Beni, Marlis, Hans, Ruth; Robi, Regi, Yoli und Klaus am frühen Freitagmorgen bis Interlaken Ost. Dort steigen wir auf den Zug um und fahren via Spiez nach Reichenbach. Hier stösst noch Sonja dazu. Schon der nun folgende Teil mit dem Klein-Postauto, hätte den Ausflug gerechtfertigt. Ist es doch mit 28 Grad Steigung die steilste Postautostrecke Europas. Das Vertrauen in den Postautochauffeur vorausgesetzt, ist es ein tolles Erlebnis und die Aussicht atemberaubend. Auf der Griessalp gibt’s nochmals einen Kaffeehalt, bevor wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen loswandern.

Der erste Teil des Weges verläuft durch den Wald. Später folgen Blumenwiesen und Schafweiden, bis die Hänge immer karger werden. Nach den Distelweiden führen die letzten dreihundert Höhenmeter nur noch durch schiefrige Schutthänge. Der letzte Anstieg zur Sefinenfurgge führt über eine 260 Stufen zählende Treppe. Spätestens hier bekommen auch die Besttrainierten Herzklopfen, oder können auf 2612 m Höhe eine Verschnaufpause gebrauchen. Diese geniessen wir bei Sonnenschein und ohne den üblichen kalten Gipfelwind.

So steil wie es auf der Kientalerseite bergauf gegangen ist, so steil geht es nun zur Poganggenalp hinunter. Innert wenigen Kurven „vernichten“ wir auf dem schiefrigen Weg, schnell etliche Höhenmeter. Allerdings sind hier Trittsicherheit und Konzentration gefragt, sonst könnte passieren, dass ungewollt zu schnell und unsanft Höhenmeter verloren gehen würden. Doch bald führt der Bergweg wieder in einen sanfteren Wanderweg über und wir haben eine tolle Aussicht aufs Schilthorn und die Rotstockhütte, wo wir übernachten werden. Während die einen nun gemütlich die Berglandschaft geniessen, andere mit Krämpfen zu kämpfen haben, kennen die Vordersten kein Halten mehr und „speeden“ den Weg hinunter, um möglichst schnell zu einem Bier oder Glas Wein zu kommen. Bis zum Nachtessen können wir im T-Shirt vor der Hütte sitzen, die Sonne geniessen und auf Peters heute beginnende Pension anstossen.

Das Übernachten mit 20 Personen in einem Raum, ist für die meisten von uns gewöhnungsbedürftig und so gibt es am Morgen, trotzt Regen früh „Tagwach“. Wir beschliessen, nach dem Morgenessen direkt nach Mürren zu wandern und von dort via Luftseilbahn und Zug wieder nach Interlaken zu unseren Autos zu gelangen. So sind alle frühzeitig zuhause und können, so gewünscht, ausgiebig 1. August feiern. Danke liebe Hanny für die tolle Organisation. Es war wie immer gut organisiert, lustig und für viele von uns eine noch unbekannte Tour.

Bericht & Foto: Regi Stocker

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