Lenk

Wandertage an der Lenk im Simmental – Mittwoch 2. bis Freitag 4. September 2026

Leitung: Andrea und Joe Lang-Brunner

1.Tag (2. September 2026)

Trütlisbergpass – Gryden – Betelberg

Pünktlich treffen wir uns im Hotel Simmenhof an der Lenk zum Kaffee nach der 2,5 stündigen Anfahrt. Wir starten beim PP der Walleggbahn. Schon bald stehen wir in der Walleggschlucht vor einem tosenden Wasserfall für das erste Foto. Über Treppen steigen wir dem Wasser entgegen und staunen über die ausgeschliffenen Felsen. Nach 200 Höhenmetern verlassen wir die Schlucht. Nach einem kurzen Anstieg an der Sonne sind wir froh, wieder im Wald laufen zu können. Aber nach der ersten Pause betreten wir die Alpweiden, wieder an der Sonne. Bei der Alp „obere Lochberg“ geniessen wir beim Picknick die herrliche Aussicht auf das Wildstrubelgebirge und unser Tagesziel die „Gryden“. Wir wandern über grüne Wiesen und erblicken nach dem Trütlisbergpass den Lauenensee. Bei der Schutzhütte treffen wir auf Carmen, Markus und Hanny. Jetzt sind wir im 200 Mio. Jahre alten Gipsgestein. Der Weg ist weiss und schlängelt sich um die trichterförmigen Vertiefungen (Dolinen). Einzigartig. Das „Stübleni“ ist das Tüpfelchen auf den Gryden. Der Abstieg windet sich angenehm durch die Alpwiesen. Nach etwa 5 Stunden sind wir bei der Bergstation „Leiterli“ am Betelberg, welche total umgebaut wird. Trotzdem kriegen wir hier den wohlverdienten Trunk. Bald trennt sich die Gruppe. Die einen fahren mit der Bahn runter und die anderen erhalten die Instruktionen für die Trottifahrt. Wir fühlen uns zurück versetzt in die Kindheit und geniessen den Fahrtwind. Einfach nicht übermütig werden! Im Hotel geniessen einige das Schwimmbad. Fürs Nachtessen bleiben wir im Haus. Leider entsprach das Zürigeschnetzelte mit Rösti nicht unseren Vorstellungen. Aber wir konnten nach diesem Supertag trotzdem gut schlafen. Infos siehe www.betelberg.ch/bergsommer/gryden

Bericht: Joe Lang

2.Tag (3. September 2026)

Iffigenalp

Heute starten wir auf der Iffigenalp auf 1585 m.ü.M. Um zum Startpunkt zu kommen, erleben wir eine spektakuläre Fahrt mit dem Bus über sehr enge und steile Passagen und Sicht auf den Iffigwasserfall.
Gemütlich starten wir dem Iffigbach entlang bis zur Alp Groppi. Jetzt wird’s steiler, über Alpwiesen bei schönstem Wetter und stahlblauem Himmel. Auf der gegenüberliegenden Talseite entdecken wir eine ganze Herde Gemsen, etwa 30 Stück, wunderschön!
Auf 2085 m strahlt uns der Iffigsee entgegen, mit fantastischen Farben, wir sind gefläscht. Aber wo ist Joe? Ahaaaa, zwischen Felsen und Kühen beim Fotografieren. Hier gibt es einen guten Kaffee mit Schuss, im Seebeizli beim Älpler Paul und seinen Hühnern. Da könnte man noch lange verweilen aber das Iffighore ruft. Wir steigen nochmals zünftig hoch bis 2378 m und was jetzt kommt, ist einfach WOUW. Diese Aussicht, überwältigend. Nebst vielen Bernern sehen wir bis nach Hause, respektive den Esel vom Pilatus.
Der Abstieg verläuft problemlos auch an der Schlüsselstelle, dank voller Konzentration der ganzen Gruppe.
Bei der Alp Groppi, schliesst sich der Kreis. Zurück zur der Iffigenalp lassen wir es uns im Restaurant noch gut gehen.
Ein fantastischer und abwechslungsreicher Wandertag neigt sich dem Ende zu.

Bericht: Vreni Brunner

3.Tag (4. September 2026)

Simmenfälle und die «sibe Brünne»

Wir steigen um 09.08 Uhr, direkt beim Hotel in den Bus zum Bahnhof Lenk. Von dort fahren wir mit dem gleichen roten Bus wie am Vortag Richtung Iffigenalp, bis zur Haltestelle Ritzdohle (1319 m). Dort bestaunen wir den Iffigenfall mit über 100 m Fallhöhe. Er gehört zu den imposantesten und schönsten Wasserfällen der Region.
Der abwechslungsreiche Wanderweg führt stetig aufwärts, zuerst entlang des Iffigbaches, dann durch Wald und den Alpweiden der Alp Ritz. Nach einer kurzen Trinkpause wandern wir gemütlich zur Alphütte Langermatten. Die einen unternehmen noch einen kurzen Abstecher auf das Oberlaubhore 1999 m. Auf dem Wanderweg 316 marschieren wir dem Trüebbach entlang zur spektakulären Quelle «bi de sibe Brünne» des Flusses Simme. Das Wasser sprudelt als breiter Fächer aus sieben Hauptstrahlen aus einer mächtigen Kalksteinwand des Flueschafbergs. In einem normalen Sommer fliessen bis zu 2800 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Felsen. Nach einer kühlen Erfrischung im Restaurant Siebenbrunnen kommt ein weiteres Highlight, die Simmenfälle. Sie sind durch Schmelzwasser und Karstquellen entstanden, die vom Wildstrubel und dem Glacier de la Plaine Morte herabschiessen, und sich an mächtigen Felsstufen in die Tiefe stürzen. Das tosende Naturschauspiel ist einmalig und zeigt die unaufhörlich geballte Kraft des Wassers. Nach einer kalten Dusche unseres Wanderguides Joe bei der Barbarabrügg geht es mit kühlem Kopf und stetigem Rauschen zur Busstation beim Restaurant Simmenfälle.
Im Hotel angekommen gehen die einen unter die Dusche und freuen sich auf das Nachtessen auf der Iffigenalp, während Edith, Regi, Ruedi und Robi die Heimreise antreten.
Liebe Andrea, lieber Joe, es waren geniale Wandertage bei perfektem Wetter an der Lenk im wunderschönen Simmental.
Übrigens beerdigte zum Glück das Schweizer Parlament vor 40 Jahren die geplante 4-spurige «Rawil-Autobahn» durch das Simmental. Die Tunnelportale wären direkt neben den Iffigfällen zu stehen gekommen.

Tausend Dank an Andrea und Joe von allen die teilnahmen.

Bericht: Regi und Robi Stocker

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