E-Bike-Woche 2026

E-Bike-Woche fränkisches Seenland – Sonntag, 31. Mai bis Sonntag, 7. Juni 2026

Leitung: Andrea und Joe Lang-Brunner

1.Tag (31.Mai) Anreisetag Gunzenhausen

Frühmorgens um halb Sieben steht ein grüner Bus und ein bunt bebilderter Anhänger auf dem Mooshüsliparkplatz. Von allen Seiten werden Bikes und Koffern hingestellt. Während der Begrüssung verlädt das eingespielte Twerenboldteam alles, sodass wir vorzeitig abfahren können. Während der Fahrt stellen sich unsere Guides Pius, Peter und Conny vor. Vom Chauffeur Igor haben wir sofort einen sehr guten Eindruck. Dank wenig Verkehr sind wir nach 2,5 h in Rottweil und stehen vor dem riesigen Versuchsturm der TK Elevator GmbH. Joe erklärt uns nochmals, was uns nun erwartet und die Details dazu.
Höhe 246 m, der Durchmesser vom Betonkern mit 12 Liftschächten beträgt 21 m. Die Fläche der spiralförmigen Netzeinfassung beträgt 17’000 m2 usw. Wir haben Zeit zum Staunen, weil der Eingang erst pünktlich um 10 Uhr öffnet. In 30 Sekunden fahren wir mit 8m/Sek hinauf zu Deutschlands höchster Besucherplattform auf 232 m Höhe über Boden. Die Rundumsicht ist gewaltig. Direkt unter uns liegt das Neckartal und darüber die Stadt Rottweil. Leider können wir wegen dem Dunst die Schweizer Alpenspitzen nicht sehen. Hinter den hohen Glasscheiben ist es angenehm. Aber dann geht es fast wie im freien Fall wieder runter.
Nach einem Fussmarsch stehen wir vor der neuen Hängebrücke “ NeckarLine“, welche am 24.4.26 eröffnet wurde. Länge 606 m, Höhe 60m. Wir staunen über die elegante, sinusähnliche Führung der 1.20 m breiten Brücke. Nach 20 Minuten auf und ab sind wir auf der anderen Seite direkt in der Stadt Rottweil. Individuell strömen wir in die Altstadt und geniessen bei Kaffee und Kuchen die wärmende Sonne und laufen nachher durch die schönen Gassen zurück zur Brücke. Nochmals ein Nervenkitzel und wir sind wieder drüben und steigen in den Bus. Igor fährt uns durch die flache Landschaft mit viel Wald und riesigen Fruchtflächen. Pius erklärt uns, was uns in Gunzenhausen erwartet. Gegen 17 Uhr sind wir beim Parkhotel. Sofort Check-In. Dann Begrüssungsapéro. Sehr gutes Nachtessen. Danach besammeln sich die Eishockey-Fans vor dem Fernseher. Das Finalspiel war spannend, denn alle hofften auf den 1. Weltmeistertitel der Schweizer. Leider kam es anders und Finnland gewann Dank einem Tor in der Verlängerung 1:0.

Das war trotzdem ein genialer Tag mit ausserordentlichen Erlebnissen und Eindrücken.

Bericht: Joe Lang

2. Tag (1. Juni) Gunzenhausen – Hornauer Weiher

Nach der Stärkung am feinen und reichhaltigen Vital-Frühstücksbuffet starten wir mit einer Stadtführung in Gunzenhausen. Der historische Marktplatz mit den umliegenden Bürgerhäusern aus dem Barock und Rokoko ist eine lebendige Ansammlung historischer Bauten. Gunzenhausen war Teil einer Grenzanlage von 550 km die sich vom Rheinland-Pfalz bis Bayern erstreckte. Kerstine, Chefin de Service unseres Domizils, Parkhotel Altmühltal, führt uns kompetent durch das farbenprächtige Städtchen. 
Danach geht es mit dem komfortablen Reisebus samt Veloanhänger in ca. einer Stunde zum Hornauer Weiher. Die Altmühl hat hier ihren Ursprung und beginnt ihre Reise von 223 Kilometern bis zur Mündung in die Donau. In der Nähe liegt Rothenburg ob der Tauber, die Partnerstadt von Rothenburg. Wir starten beim Hornauer Weiher in drei Gruppen auf dem Altmühlradweg Richtung Gunzenhausen. Die Radwege sind sehr gut ausgebaut, abseits vom Strassenverkehr in einer einmaligen Welt von Wasser, Wäldern und Wiesen.  
In Ornbau können wir die historische Brücke und ein schönes Stadtbild bewundern. Durch das junge Altmühltal kommen wir in das mit Toren und Türmen bewehrte mittelalterliche Leutershausen und erreichen danach im schon breiteren Altmühltal die Stadt Herrieden, wo wir einen Mittagshalt machen. Gut gestärkt nehmen wir die letzten 15 km nach Gunzenhausen in Angriff. Während die einen die kleine Hotel Wellnessanlage erkunden, geniessen andere einen Vor-Apéro im Städtchen.

Bericht: Regi u. Robi Stocker-Fischer

3. Tag (2. Juni) Nürnberg – Rothsee – Gunzenhausen

Um 08.15 Uhr starten wir mit dem Car nach Nürnberg. Pius verkündet das Wort zum Tag mit dem Versprechen auf eine Überraschung. Die örtlichen Guides, Daniela und Reinhold, empfangen uns und führen uns durch die von mittelalterlicher Architektur geprägte Altstadt, vorab die Kaiserburg, das Wahrzeichen Nürnbergs, die gotische Frauenkirche mit Glockenspiel und natürlich den Marktplatz, bekannt durch den legendären Weihnachtsmarkt. Am Schluss der Führung die Überraschung – die traditionellen Nürnberger Bratwürstel mit Bier im Bratwursthäusle ein willkommenes Mittagessen. Hat gepasst!
Und jetzt wird’s sportlich. Igor fährt uns zum Ausgangspunkt für die Umrundung des 
Rothsees und der Brombachseen. Die Seen sind harmonisch eingebettet in diese einmalige Landschaft. Wir geniessen die abwechslungsreiche Natur – Seerosen, quakende Frösche, Störche und zahlreiche andere Tierarten. Sehr schöne Radwege machen die Tour zu einem grossartigen Erlebnis. Im «Sand & Sofa», ein gemütlicher Treffpunkt am See, treffen wir uns zum Erfrischungstrunk und Glace schlecken. Dunkle Wolken, im Nachhinein harmlose, zwingen uns zum schnellen Aufbruch. Gut gelaunt treffen wir im Hotel ein und ein feines und wohlverdientes Nachtessen rundet diesen herrlichen Tag ab.

Bericht: Margrit Lang

4. Tag: (3. Juni) Eichstätt – Treuchtlingen

Der vierte Tag der Reise gilt als Königsetappe. Sicher und zügig wie immer chauffiert uns Igor zur Studentenstadt Eichstätt. Diese ist das geografische Zentrum Bayerns und liegt zwischen München, Nürnberg und Augsburg. Bei einem Spaziergang entdecken wir die reizvolle ehemalige Bischofs- und Residenzstadt, deren Stadtbild vom eindrucksvollen Dom, von prächtigen Plätzen und eleganten Barockpalais geprägt wird. Anschliessend werden die Fahrräder ausgeladen und der erste Teil des Altmühltal-Radwegs in Angriff genommen.
Der Wind, und hin und wieder ein paar Regentropfen, sind unsere ständigen Begleiter. Die 12 Apostel, ein lebendiges Gotteshaus in Form einer Weidenkirche und andere Pappenheimer kreuzen unterwegs unseren Weg. In Teuchtlingen stärken wir uns beim Mittagessen, bevor uns der Weg weiter über malerische Wege und verschlungene Pfade entlang der Altmühl zurück nach Gunzenhausen führt. Der starke Gegenwind auf dem letzten Wegstück fordert vor allem unseren Bio-Biker stark.  Mit gutem Teamgeist, guter Stimmung und vor allem in trockenen Kleidern erreichen wir unser Hotel nach rund 70 Kilometern. Nach dem Nachtessen können wir auf dem Marktplatz bei Live-Musik die besondere Atmosphäre der Stadt genießen.

Bericht: Doris Spörri

5. Tag: (4. Juni) Rothenburg ob der Tauber – Ramsberg

Heute stand ein velofreier Tag auf dem Programm. Pünktlich wie immer brachte uns unser Busfahrer Igor nach Rothenburg ob der Tauber, dem Ursprung der Altmühl. Während der Fahrt durfte auch die inzwischen zur Tradition gewordene, kurzweilige Weiterbildung durch Pius nicht fehlen.
Rothenburg ob der Tauber, die malerische mittelfränkische Stadt auf einem Hochplateau über der Tauber, beeindruckt bis heute mit ihrer vollständig erhaltenen Stadtmauer und ihrem mittelalterlichen Charme. Für die Stadtführung wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die beiden Reiseleiterinnen vermittelten uns auf interessante und lebendige Weise viel Wissenswertes über die Geschichte und die Besonderheiten dieser wunderschönen historischen Stadt. Zum Abschluss durfte das obligatorische Gruppenfoto vor dem Rathaus nicht fehlen.
Anschliessend blieb genügend Zeit, die verwinkelten Gassen auf eigene Faust zu erkunden und den berühmten Schneeball zu probieren. Dieses traditionelle Gebäck stammt aus einer Zeit, in der mit einfachen Zutaten und wenig Geld eine süsse Leckerei hergestellt wurde. Unsere Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen: Wir waren uns schnell einig, dass wir diese Spezialität nicht unbedingt weiterempfehlen würden – zu trocken und geschmacklich wenig überzeugend.
Um 12.30 Uhr führte uns die Reise weiter nach Ramsberg. Dort erwartete uns eine rund eineinhalbstündige Schiffsrundfahrt auf dem Brombachsee. Entgegen den eher düsteren Wetterprognosen zeigte sich Petrus von seiner freundlichen Seite, sodass wir die Fahrt bei trockenem Wetter und angenehmen Bedingungen geniessen konnten.
Der Brombachsee entstand im Tal des kleinen Flüsschens Brombach, dessen Name auf die früher entlang des Ufers wachsenden Brombeersträucher zurückgeht. Er grenzt an den Igelsbachsee sowie an den Kleinen Brombachsee. Die reizvolle Seenlandschaft war uns bereits vertraut, denn wir hatten sie schon am dritten Tag mit unseren E-Bikes erkundet.Nach der gemütlichen Rundfahrt brachte uns Igor wieder sicher nach Gunzenhausen zurück. So ging ein abwechslungsreicher und erlebnisreicher Tag zu Ende, an dem wir einmal nicht im Sattel sassen, sondern Geschichte, Kultur und Natur ganz entspannt geniessen konnten.

Bericht:  Beatrice Tschopp

6. Tag: (5. Juni) Kloster Weltenburg – Beilngries

Wie immer, pünktliche Abfahrt mit dem Bus zum Kloster Weltenburg, einem beeindruckenden Benediktinerkloster, gelegen an der Donau, am Donaudurchbruch.
Anschliessend bestiegen wir unsere Velos und fuhren zunächst nach Kelheim. Nun folgten wir dem Main-Donau-Kanal auf gut ausgebauten Velowegen durch eine abwechslungsreiche Landschaft.
In einem Biergarten stärkten wir uns mit Weisswürsten, süssem Senf und Brezeln.
Während der Weiterfahrt tröpfelte es ganz kurz, doch schon bald konnten wir unsere Regenkleider wieder verstauen. Entlang des Kanals passierten wir weite Roggen – und Weizenfelder, sowie ein prächtig blühendes Mohnfeld.
Nach rund 55 km erreichten wir schliesslich unser Tagesziel Beilngries.

Bericht: Anita Mainetti

7. Tag: (6. Juni) Dinkelsbühl – Gunzenhausen

Heute führte uns Igor zur 40 km entfernten Stadt Dinkelsbühl. Die restaurierte Stadt, mit einer rundum begehbaren Stadtmauer, beeindruckte uns alle sehr. Auf dem Weg zu unserem Mittagshalt, entdeckte Joe einen traumhalft angelegten Garten mit wunderschönen Blumen und einer Teichanlage voller blühender Seerosen. Dieser Zwischenstopp hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Mittagshalt, kurzfristig von unserem Reiseleiter Pius Schmid organisiert, entpuppte sich als Glücksfall. Wir wurden alle sehr schnell und zu unserer vollen Zufriedenheit bedient.
Nach einer gemütlichen Rückfahrt erwartete uns im Park beim Hotel ein weiteres Highlight. Andrea und Joe überraschten uns mit einem großartigen Apéro zur Feier ihres 49. Hochzeitstages. Ganz herzlichen Dank. Es war einfach super nochmals mit allen auf die beiden Organisatoren und die wunderschöne Woche anzustossen.

Bericht: Rita Wirth

8. Tag: (7. Juni) Gunzenhausen – Schweiz

Wie von unserem grandiosen Reiseleiter Pius angekündigt, erwartet uns am letzten Reisetag nochmals ein besonderer Höhepunkt. Bei der Umrundung des Altmühlsees lassen wir uns in der sonntäglichen Morgenstille, nur unterbrochen durch den Gesang der unzähligen Singvögel, nochmals von den Bildern einer unberührten Naturlandschaft verzaubern. Zur Abrundung entführt uns Pius danach ins Städtchen zum morgendlichen Glockenspiel. Auf der Rückfahrt geniessen wir ein letztes Mal die herrliche Landschaft mit den wogenden Getreidefeldern und den kompakten Dörfern. Via Nördlinger Krater geht es Richtung Ulm in die gepflegte Seligweiler-Raststätte. Wie eng und überbaut erscheint uns die Schweiz nach dieser Reise, aber auch grandios mit seinen Berglandschaften! Dank Igors Fahrkünsten erreichen wir um sechs Uhr abends wohlbehalten unser heimatliches Ziel.

Bericht: Thomas Biri 

Zum Schluss danke ich im Namen aller Teilnehmenden speziell Andrea und Joe sowie den drei Guides Conny, Peter und Pius (Chefguide) sowie unserem zuverlässigen Carchauffeur Igor für die unvergessliche Woche. Die Berichte widerspiegeln die genialen Erlebnisse ohne Unfall und Pannen perfekt.

Ehrenpräsident: Robi

FOTOS

Fotos: Teilnehmende