Vals

Skitourentage in Vals, 9.-12. März 2026

Montag, 9. März

Cécile und ich sind bereits am Vorabend angereist und geniessen gemütlich das ausgiebige Frühstück. Noch bleibt genügend Zeit, sich danach auf die erste Skitour vorzubereiten. Aber was sind das für Stimmen im Treppenhaus? Oha, der ACG ist bereits eingetroffen!
Nachdem alle Zimmer verteilt sind und sich alle begrüsst haben, fahren wir zu den Bergbahnen und lösen eine Tageskarte. Die Gondelbahn und zwei Skilifte transportieren uns auf 2500müM. Gemütlich steigen wir von hier auf eine Erhebung auf 2770müM im SE-Grat des Schwarzhorns. Nach der Gipfelrast fahren wir in gutem Schnee hinunter zur Talstation des zweiten Skilifts. Tageskarte sei Dank, benützen wir die bequeme Aufstiegshilfe mit den zwei oberen Liften bis auf den höchsten Punkt des Skigebiets auf 2845müM. Die 1000 Höhenmeter auf der Skipiste hinunter bis Gadastatt sind ein Genuss. Ab hier zwingt uns der fehlende Schnee, die Gondelbahn zu besteigen, aber nicht bevor wir den Durst gelöscht haben.

Dienstag, 10. März

Unser heutiges Ziel ist das Hohbüel. Anscheinend haben früher Skirennen von dort bis nach Vals stattgefunden. Das muss eine wilde Sache gewesen sein!
Wir stellen die Autos im Peilerrank ab und folgen der Strasse ins Peil. Nach einer ersten Rast im Bodahus geht es bergan über die Wiesen der Alp Selva bis zum Gipfel des Hohbüel. Wir könnten noch weiter zum Ampervreilhorn aufsteigen, müssen dafür aber zwischenzeitlich etwas abfahren. Und plötzlich geht es schnell. Der Wind bläst stärker, die Sonne wird durch Wolken verdeckt und die Sicht wird schlecht. Nun hat niemand mehr Lust, die Felle nochmals aufzuziehen. Wir fahren direkt hinunter zum Bodahus und geniessen dabei den gut fahrbaren Schnee. Nach einer Mittagsrast geht es zurück zum Peilerrank und mit den Autos zum Kaffeekränzchen nach Vals.

Mittwoch, 11. März

Der Startpunkt der heutigen Tour ist das Gasthaus Zervreila. Vorbei an der Staumauer folgen wir dem Strässchen bis zur neuen Kapelle. Diese wurde als Ersatz für die im Zervreilasee geflutete erstellt und beherbergt den Altar der alten Kapelle. Über offenes Gelände erreichen wir den grossen Steinmann beim Under Bodma. Michel macht eine schöne Spur weiter zum Ober Bodma und weicht möglichst den steilen Hängen aus. Wir recht er hat. Von unserem Rastplatz blicken wir auf ein eindrückliches Schneebrett, welches sich in den Vortagen aus der Nordflanke des Wissgrätli gelöst hat. An seinem Rand steigen wir steil zum Grat zwischen Bleschaturra und Wissgrätli auf und erreichen nach einigen Spitzkehren den Gipfel des Wissgrätli. Hier bleibt nicht viel Zeit, um die Aussicht zu geniessen, denn wieder kommt Nebel und Wind auf. Im Gipfelhang fahren wir vorsichtig bei schlechter Sicht ab und müssen dann wieder den exponierten Grat bis Pkt. 2704 meistern. Allmählich bessert sich die Sicht und schon bald können wir im Sonnenschein die Hänge hinunter kurven. Über Gross Guraletsch fahren wir direkt zum Gasthaus Zervreila und bewundern dort den Steinbock im „Säli“.

Donnerstag, 12. März

Während der Nacht hat es geregnet und der Nebel hängt heute Morgen tief. Wir geniessen zum letzten Mal ausgiebig das feine Frühstück. Niemand widerspricht, als Michel uns vorschlägt, auf eine Tour zu verzichten und direkt nach Hause zu fahren. Schade, aber vernünftig. So gehen die vier Tage etwas schneller zu Ende, als vorgesehen.

Wir wurden im Hotel Valserhof verwöhnt mit einem hervorragendem Nachtessen, einem feinen Frühstück und liebevoller Gastfreundschaft. Herzlichen Dank, wir können es nur weiter empfehlen.
Ein grosses Dankeschön an Michel für die sichere Führung und Leitung der Touren, an Markus für die Organisation als „Chef des Innern“, sowie an alle für die tolle Kameradschaft. Wir freuen uns bereits auf das nächste Mal.

FOTOS

Berichte: Marcel und Cécile